Mieterselbstauskunft – die Selbstauskunft für Mieter

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Mieterselbstauskunft
Die meisten privaten Vermieter, Wohnungsgesellschaften und Immobilienmakler möchten vor dem Abschluss eines Mietvertrages eine sog. Mieterselbstauskunft haben. Sinn macht es diese Mieter Selbstauskunft am besten bereits zum Besichtigungstermin mitzubringen. Das macht einen guten Eindruck und schafft Vertrauen und in der Regel muss man diese Selbstauskunft ohnehin abgeben um eine Chance zu haben, die Wohnung zu bekommen.

Die folgenden herunterladbaren Formulare stellen wir kostenlos zur Verfügung!

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Mieterselbstauskunft – bereitgestellt vom Immobilienscout24


Inhalt der Mieterselbstauskunft sind Fragen zu der persönlichen, familiären und wirtschaftlichen Situation des Mietinteressenten. In der Regel werden zumindest Familienstand, Beruf und Nettoeinkommen, Arbeitgeber, jetziger Vermieter, Kinder (und ggf. Kinderwunsch) abgefragt. Typisch sind außerdem Fragen zu Mietrückständen und der evtl. Abgabe einer eidesstattliches Versicherung – welche wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Ein Schritt weiter geht dann noch die Abgabe einer freiwilligen Schufa Selbstauskunft.

Gründe für eine Mieter Selbstauskunft:

Der Vermieter hat ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wer in sein Eigentum einziehen wird. Damit kann der Vermieter noch am ehesten verhindern, seine Mietwohnung an sog. Mietnomaden oder zahlungsunwillige Mieter zu vergeben.

Außerdem kann der Vermieter mit den Informationen über z.B. Kinder (Alter der Kinder), Kinderwunsch, Tierhaltung, Spielen von Musikinstrumenten, geplante WG-Gründung besser „passende“ Mieter für seine Wohnung auswählen. So macht es z.B. für niemanden Sinn, wenn ein auf Ruhe bedachtes Ehepaar in ein Haus mit vorwiegend kinderreichen Familien einzieht, wo es in der Regel etwas lauter zugehen kann.

Muss ich als Mieter eine solche freiwillige Selbstauskunft abgeben?

Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch des Vermieters, mit dessen Hilfe er die Beantwortung der Fragen in der Mieterselbstauskunft verlangen kann. Der Mieter ist insofern also nicht verpflichtet die geforderten Angaben zu machen. Allerdings wird der Vermieter in der Praxis denjenigen Mietinteressenten, die die Mieterselbstauskunft nicht abgegeben haben, auch nicht seine Wohnung vermieten.

Welche Fragen der Selbstauskunft muss der Mieter beantworten?

Der Vermieter ist grundsätzlich nur berechtigt, dem Mietinteressenten Fragen zu stellen, die das Mietverhältniss betreffen. Auch in diesem Rahmen sind nicht alle Fragen des Vermieters zulässig, sondern ausschließlich diejenigen, die den Mieter – nach dem Grundsatz von Treu und Glauben gemäß § 242 BGB – nicht in seinen Rechten verletzen. Fragen, die nicht mit dem Mietvertrag im Zusammenhang stehen, darf der Mieter falsch beantworten, d.h. dem Mieter darf nicht nachträglich gekündigt werden, wenn sich herausstellt, dass er insoweit diese Fragen falsch beantwortet hat.

zulässige Fragen im Rahmen der Mieter Selbstauskunft:

Fragen ...
  • zur Identität des Mieters (z. B. Name, Anschrift, Geburtsdatum o.ä.)
  • zum Familienstand
  • zur Anzahl und Alter der zum Haushalt gehörenden Personen
  • zum Arbeitsverhältnis und zum Arbeitgeber
  • zum Nettoeinkommen
  • nach Haustieren, soweit deren Haltung untersagt werden darf
  • danach, ob der Mieter Raucher ist
  • danach, ob das Sozialamt oder ein anderer Grundsicherungsträger die Mietkosten trägt (ungefragte Aufklärungspflicht!)
  • danach, ob über das Vermögen des Mieters das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist (ungefragte Aufklärungspflicht!)
  • danach, ob eine eidesstattliche Versicherung gemäß § 807 ZPO abgegeben wurde
  • danach, ob eine Einkommenspfändung vorliegt
  • nach Mietschulden aus vorangegangenen Mietverhältnissen

unzulässige Fragen im Rahmen der Mieter Selbstauskunft:

Fragen ...
  • nach der Familienplanung (bestehende oder geplante Schwangerschaft) oder danach, ob in Zukunft Kinder in die Wohnung einziehen werden
  • nach Mitgliedschaften in Parteien, im Mieterverein oder in einer Gewerkschaft
  • nach dem Bestehen einer Rechtsschutzversicherung
  • nach der Person des vorherigen Vermieters
  • nach der Nationalität oder ethnischer Zugehörigkeit
  • zur Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, sofern der Vermieter nicht seinerseits eine Religionsgemeinschaft repräsentiert (Beispiel: katholische Kirche als Vermieter)
  • nach Hobbies oder Musikgeschmack
  • nach bestehenden Krankheiten oder Behinderungen
  • nach Vorstrafen oder einem anhängigen Ermittlungsverfahren
  • zur Offenlegung von Einnahmen und Verbindlichkeiten im Detail
  • nach den Einkommensverhältnissen von Angehörigen, sofern diese nicht ebenfalls Mieter sind oder auf andere Art (z. B. durch eine Mietbürgschaft) in Verbindung zum Mietvertrag stehen

Ungefragte Aufklärungspflichten des Mieters:

Es gibt zudem eigene Aufklärungspflichten des Mieters, im Rahmen welcher dieser dem Vermieter auf das Vorliegen bestimmter Situationen hinweisen muss, ohne dass er hierzu ausdrücklich gefragt wird! Eine solche Aufklärungspflicht des Mieters wird angenommen, wenn:
  • die Höhe des Mietzinses 75% oder mehr des Nettoeinkommens des Mieters beträgt.
  • die Mieter im Rahmen der Übernahme der Kosten der Wohnung vom Sozialamt oder anderen Grundsicherungsträgern (z. B. der Jobcenter) übernommen wird.
  • über das Vermögen des Mieters ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist.

Folgen nicht wahrheitsgemäßer Auskünfte:

Der Mieter muss grundsätzlich dem Vermieter gegenüber wahrheitsgemäße Angaben machen.

Hat der Mieter bei der Abgabe der Mieter Selbstauskunft im Hinblick auf zulässige Fragen eine falsche Auskunft erteilt, hat der Vermieter die Möglichkeit gegen das (Weiter-) Bestehen des Mietvertrags vorzugehen, sofern die betreffende Frage von wesentlicher Bedeutung für das Mietverhältnis ist. Der Mietvertrag kann dann außerordentlich fristlos gekündigt werden! Hat der Mieter bei der Beantwortung unzulässiger Fragen gelogen, ergeben sich hieraus keine rechtlich nachteiligen Folgen für ihn.


Mieterselbstauskunft


Ich/Wir sind an der Anmietung des Objektes

Adresse / Lage: ________________________________________________________________________________________

ab dem _________________ oder bereits/erst ab dem _________________ interessiert.


Mir/Uns ist bekannt, dass die Selbstauskunft von uns nicht verlangt werden kann, jedoch der Vermieter seine Entscheidung für eine eventuelle Vermietung auf die vollständigen und wahrheitsgemäßen Angaben aus dieser Auskunft stützt und diese zur Vorbedingung macht.


Im Rahmen der freiwilligen Selbstauskunft erteile(n) ich/wir dem Vermieter die nachfolgenden Informationen in Bezug auf eine mögliche Anmietung des o.g. Mietobjekts:


Mietinteressent/in Mitmieter
Name, Vorname (ggf. Geburtsname)
Familienstand
Geburtsdatum
Aktuelle Anschrift
Straße | PLZ | Ort



Telefon-Nummer / Mobilfunk
Email-Adresse (freiwillig)
ausgeübter Beruf
mtl. Nettoeinkommen
derzeitiger Arbeitgeber
Name | Anschrift | Telefon | seit wann beschäftigt?



derzeitiger Vermieter
Name | Anschrift | Telefon




Außer mir/uns sollen noch weitere Personen die Wohnung beziehen      [  ] nein      [  ] ja
Name, Anschrift Geburtsdatum Verwandtschaftsverhältnis
     
     
     

Mietinteressent/in Mitmieter
Bestehen Mietrückstände aus bisherigen Mietverhältnissen? [  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Wurde in den letzten 5 Jahren eine Räumungsklage gegen Sie erhoben?
(Falls ja, wann?)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Wurde in den letzten 5 Jahren wurde Zwangsvollstreckung gegen Sie eingeleitet?
(Im Zusammenhang mit Mietverhältnissen. Falls ja, wann?)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Haben Sie in den letzten 5 Jahren eine eidesstattliche Versicherung abgegeben?
(Falls ja, wann?)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Wurde in den letzten 5 Jahren ein Insolvenzverfahren gegen Sie eröffnet?
(Falls ja, wann?)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Gibt es Vorstrafen oder ein Haftbefehl gegen Sie?
(Im Zusammenhang mit Mietverhältnissen. Falls ja, wann?)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Beziehen Sie Sozialleistungen zur Zahlung der Miete und/oder Kaution?
(Falls ja, welche und in welchem Umfang, z.B. Wohngeld, Sozialhilfe etc.)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Ist eine gewerbliche Nutzung der Wohnung beabsichtigt?
(Falls ja, Zweck angeben)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Beabsichtigen Sie weitere Personen in die Mietwohnung aufzunehmen oder eine Wohngemeinschaft zu gründen? [  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja
Spielen Sie Musikinstrumente?
(Falls ja: welche?)
[  ] nein        [  ] ja [  ] nein        [  ] ja

I. Ich/Wir erkläre(n), dass ich/wir in der Lage bin/sind, alle zu übernehmenden Verpflichtungen aus dem Mietvertrag, insbesondere die Erbringung der Mietkaution sowie der Miete plus Nebenkosten, zu leisten.

II. Ich/Wir erkläre(n), dass die vorgenannten Angaben vollständig und wahrheitsgemäß gemacht wurden. Bei Abschluss eines Mietvertrages können Falschangaben die Aufhebung oder fristlose Kündigung des Mietverhältnisses zur Folge haben.

III. Ich/Wir sind damit einverstanden, dass der Vermieter bei der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden die Schufa- Verbraucherauskunft zum Zwecke der Vermietung einholt. Auf Wunsch kann auch eine SCHUFA Selbstauskunft vorgelegt werden.

IV. Der Vermieter ist berechtigt, diese freiwillige Selbstauskunft nur zum Zwecke der eigenen Vermietung zu nutzen. Sofern die Mieterselbstauskunft nicht mehr benötigt wird - wenn ein Mietvertrag nicht zustande kommt - hat der Vermieter diese Daten gemäß Bundesdatenschutzgesetz unverzüglich zu vernichten.


Ort, Datum




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Mietinteressent/in




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Mitmieter




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Eine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Musterformulare und Downloadangebote kann jedoch nicht übernommen werden.